Gohrischstein & Pfaffenstein- Zwei Highlights in der Sächsischen Schweiz

Nach 2025 stand auch wieder Ende Februar 2026 wieder eine gemeinsames Wanderwochenende in der Sächsischen Schweiz auf dem Programm.
Zwei interessante Touren hatten wir uns im Vorfeld herausgesucht, wobei wir am Samstag die Runde um den Gohrischstein gehen wollten.

Doch erstmal war ein kleiner Zwischenstopp in Pirna angesagt- zur Stärkung ging es erstmal zum Bäcker und im nebenan befindlichen Getränkemarkt wurde ein leerer Kasten mit 20 verschiedenen Bieren gefüllt, die wir dann an den folgenden  Wochenenden probieren wollen.

Die Tourbeschreibung

Angekommen in der Ortschaft Gohrisch, fanden wir einen fast leeren Parkplatz an der Neuen Hauptstraße vor, auf den das Tagesticket 5 oder 6 € kostete.
Von hier aus führte ein Wanderweg direkt in die richtige Richtung. Durch den Wald und der Sonne entgegen, war von dem großen Felsen erstmal nicht viel zu sehen.

Obwohl es schon von Anfang an immer leicht aufwärts ging, wurde es erst nach rund einen Kilometer immer steiler.
Anfänglich mit vereinzelten Stufen, kamen die so typischen Treppen erst kurz vor dem Gohrischstein hinzu.

Um auf den 448 hohen Tafelberg zu gelangen, nutzten wir den normalen Aufstieg- den schwierigeren Weg durch die Falkenschlucht wollten wir so am Anfang unserer Tour noch nicht gehen. Durch viele weitere Stufen und Leitern erreichten wir nach knapp einer halben Stunde bereits die Hochebene des Gohrisch, wie er eigentlich richtig heißt, und sahen gleich auch eine kleine Schutzhütte, die für uns der ideale Ort zum Verweilen und den ersten Glühwein des Tages sein sollte.

Knapp 1,7l Glühwein, naja , eher ein Mix aus Glühwein, Rotwein und Glühweingewürzen, hatten wir dabei und deswegen sollte nun, nach bereits so kurzer Zeit, der Rucksack leichter gemacht werden.

Obwohl die Temperaturen zweistellig waren, pfiff der Wind auf den schon gut besuchten Berg ordentlich. Und so tat das wärmende Getränk richtig gut.

Nach kurzer Zeit machten wir uns wieder auf uns erhielten auf dem Aussichtpunkt im Nordwesten einen wunderbaren Blick über die Tafelberge bis hin zur Festung Königstein. Ein paar Fotos und Videos später, folgte schon der Abstieg.

Vorbei an der Schutzhütte von eben, ging es viele Stufen und Leitersprossen nach unten und immer den nicht wenigen Wanderern ausweichend, die vom nahen Wanderparkplatz Galgenschänke her aufstiegen.
Wir hingegen starteten an diesen Parkplatz als Startpunkt für den Aufstieg zum gegenüberliegenden Gipfel, den Papststein.

Keine 10m später, hatten wir die 60 Höhenmeter überwunden und waren, wieder nach vielen Treppenstufen, am ersten Aussichtspunkt auf den Papststein angekommen.  Nur lediglich 3 Meter höher als der Gohrisch, ist der Felsen hingegen mehr zerklüftet und hat einen Berggasthof, der natürlich Ziel vieler Wanderer ist.

Anstatt sich inmitten des Trubels ein Platz zu suchen, stiegen wir noch die Stufen zum Feuerwachturm und gleichzeitig auch der Gipfel auf und fanden, windgeschützt, eine schöne sonnige Stelle auf einen Felsen und machten so nach 2,5h eine weitere kleine Pause, ehe uns ein kleiner Pfad an der Bergrand wieder sicher nach unten brachte.

Kurze Zeit später, entschlossen wir uns zu einen kleinen Abstecher zur nahegelegenen Hampelhöhle.

Wieder zurück auf dem Hauptweg, diesmal ein breiterer Forstweg, liefen wir in einen größeren Bogen zurück zum Parkplatz, von dem wir zum letzten Gipfel des Tages, den Pfaffenstein, starteten.

Wegen der fortgeschrittenen Uhrzeit, entschlossen wir uns die Tour ein wenig zu verkürzen und den schnellen Variante entlang der Landstraße zu nutzen. Somit kamen wir zügig voran und erreichten nach nicht einmal 1,5km die Abzweigung, zum eigentlichen Wanderweg, der uns durch einen Wald immer näher zum Pfaffenstein brachte, dessen Felsen wir bald sahen.

Am Fuss des Pfaffenstein angekommen, ging es anfangs über eine Art Steinstraße, wie man sie aus alten Filmen her kennt, dann folgten enge Pfade aus Steinstufen, Treppen und auch wieder Leitern.
Nach ein wenig mehr als 20min seit Beginn des Aufstiegs, erreichten wir bei strahlenden Sonnenschein, aber bei leichten Wind, die verschiedenen Aussichtspunkte nahe des Gipfels.

Auch die nahe Felsnadel Barbarine durfte natürlich nicht unbesucht bleiben.
Wir nutzten die Zeit für eine letzte Pause und genossen die Aussicht, ehe wir uns auf den Abstieg machten.

Unser Weg führte uns vorbei am noch geschlossenen Berggasthof und den Aussichtturm, der jedoch erst Ende März, saisonbedingt, öffnete. Dabei durchquerten wir auch einen sehr engen Felsdurchbruch, bei dem wir schon Platzprobleme bekamen.

Kurz darauf, erreichten wir das sog. Nadelöhr, ein steil nach unten verlaufender Steig, der es in sich hatte. Zum Teil wieder sehr eng und vor allem steil, ging es innerhalb kürzester Zeit spektakulär nach unten. Bei einer Engstelle mussten wir z.b. eine Leiter nach unten und dabei eine enge Öffnung durchqueren, bei der der Rucksack auch mal abgenommen werden musste.

Auf gerade einmal 250m stiegen wir 50m ab, was über 20 % Steigung bedeutet. Klingt jetzt nicht viel, aber am Hang sah das alles andere als flach aus.

Wieder im flacheren Bereich angekommen, durchquerten wir noch eine Waldstück, ehe wir nach Pfaffendorf kamen.
Auch hier entschieden wir uns, den direkten Weg nach Gohrisch zu nehmen.

So ging es zum letzten Mal nochmal hoch auf den Alten Schulweg, über den wir schnell auch Gohrisch erreichten.
Fast einmal durch die Ortschaft hindurch und wir gelangten wieder zu den Parkplatz, an den unsere Tour vor 6,5h startete und auch wieder endete.

Fazit

Ein toller Auftakt für unser kurzes Wanderwochenende! Bestes Wetter, wenn auch mit Wind, beste Aussichten und über 600 Höhenmeter, die es zu bewältigen gab.

Spektakuläre Auf-und Abstiege, tolle Pfade und das vor einer so beeindruckenden Kulisse, ließen uns diese Tour richtig genießen, auch wenn wir anfangs dachten, wir würden vor der Dunkelheit nie ankommen- so viel Zeit ließen wir uns auf den Gipfeln und ließen einfach die Zeit verstreichen.

Art der Strecke

Überwiegend steiniger und felsiger Untergrund, zwischendurch auch Waldboden.

Wegweisung /Ausschilderung

Die Ausschilderung ist sehr gut, bei Wegabweichungen natürlich immer aufs Navi sehen!

Einkehrmöglichkeiten

Es gibt die Berggasthöfe auf dem Papststein und Pfaffenstein, in den Ortslagen findet man auch einige Cafes und Einkehrmöglichkeiten. Sitzmöglichkeiten gibt es ausreichend entlang der Route.

Fotospots

Die Kamera braucht man nicht wegstecken, ein Highlight jagt das nächste.

Anspruch

Die Engstellen, steilen Auf-und Abstiege und Pfade im Gipfelbereich erfordern Trittfestigkeit und Kondition. Die Strecke ist nichts für Sandalenträger.

Parken, Anfahrt

Rund um die Gipfel gibt es ausreichend Wanderparkplätze, die wenigsten sind kostenfrei

Höhenmeter bis zum Ziel

680m bergauf, 680m bergab

Streckenlänge

14,7km

Dauer

Gehzeit inkl. Pausen: rund 6,5h

Die Tour bei Komoot