Mit dem Zug von Bydgoszcz nach Malbork – mein Weg zur Marienburg

4. Januar 2026
4. Januar 2026 markus

Die Reise beginnt am Bahnhof in Bydgoszcz

Es war mal wieder so weit, ich durfte auf einen Lehrgang. Der Lehrgang führte mich nach Bydgoszcz und ich reiste einen Tag eher an. Ich wollte die Marienburg besichtigen, ein Arbeitskollege gab mir diesen Tip.
Der Ausflug begann für mich nicht erst an der Marienburg, sondern schon am Bahnhof in Bydgoszcz.
Ich mag Zugreisen – man muss sich um nichts kümmern, kann aus dem Fenster schauen und merkt, wie sich Landschaft und Stimmung langsam verändern. Genau das machte diese Fahrt für mich so angenehm.

Der Zug verließ Bydgoszcz ruhig und gleichmäßig, und schon bald zog die nordpolnische Landschaft an mir vorbei: weite Felder, kleine Orte, viel Grün. Ich saß am Fenster und ließ mich einfach mitnehmen. Die Zeit verging fast unbemerkt, bis ich in Tczew ankam, wo der Umstieg anstand.

Umstieg in Tczew und die Überquerung der Weichsel

Der Bahnhof in Tczew wirkte auf den ersten Blick unscheinbar, aber ich wusste, dass ich mich an einem besonderen Ort befand. Tczew ist ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt, und vor allem die Nähe zu den historischen Weichselbrücken verleiht dem Ort eine gewisse Bedeutung.

Der Anschlusszug kam pünktlich, und kurz nach der Abfahrt folgte für mich der schönste Moment der gesamten Bahnfahrt. Als der Zug langsam über die Weichselbrücke rollte, schaute ich aus dem Fenster. Der breite Fluss, die mächtige Eisenbahnbrücke, die ruhigen Ufer und der offene Himmel wirkten fast meditativ.

Bei 14 Grad, strahlendem Sonnenschein und wolkenlosem Himmel hätte die Szenerie kaum perfekter sein können. Für ein paar Minuten tat ich nichts weiter, als zu schauen – und genau das fühlte sich richtig an.

Ankunft in Malbork – die Burg schon im Blick

Nach der Flussüberquerung war es nicht mehr weit bis Malbork. Schon von weitem konnte man die Burganlage erkennen.
Der Bahnhof dort ist klein, übersichtlich, angenehm ruhig und im preussischen Stil gehalten. Kaum ausgestiegen, hatte ich das Gefühl, sofort anzukommen. Wegweiser machten die Orientierung leicht, und schon nach einem kurzen Spaziergang zeigte sich die Silhouette der Marienburg am Horizont.

Dieser erste Blick ließ meine Vorfreude deutlich steigen.

Die Marienburg entdecken – im eigenen Tempo

Bei bestem Wetter machte ich mich auf den Weg zur Burg, ging ins Besucherzentrum und entschied mich für eine kostenlose Tour mit Kopfhörern und GPS-Tracker.
Dieses System gefiel mir sofort: Ich konnte in meinem eigenen Tempo durch die Anlage gehen, stehen bleiben, zuhören oder einfach nur schauen. Je nachdem, wo ich mich befand, starteten automatisch die passenden Erklärungen – unkompliziert und sehr informativ.

Während ich durch die Innenhöfe, Säle und Gänge der Marienburg lief, vergaß ich schnell die Zeit. Die massiven Mauern, der rote Backstein und die Geschichten aus dem Mittelalter machten die Vergangenheit greifbar.
Immer wieder blieb ich stehen, lauschte den Beschreibungen, ließ den Blick schweifen und genoss die Sonne, die die Burg in ein warmes Licht tauchte.

Die Marienburg aus der Luft – ein besonderer Blickwinkel

Ein besonderes Highlight war es für mich, die Marienburg auch aus der Luft zu erleben.
Ich ließ meine Drohne aufsteigen und umkreiste die gewaltige Anlage. Erst von oben wurde mir bewusst, wie riesig und komplex dieses Bauwerk wirklich ist.

Die klaren Linien der Mauern, die Innenhöfe und Türme sowie der Kontrast zwischen rotem Backstein, grünem Umland und blauem Himmel waren beeindruckend. Diese Perspektive ergänzte meinen Rundgang perfekt.

Fazit

Am Ende des Tages hatte ich nicht nur eine beeindruckende Sehenswürdigkeit gesehen, sondern einen Ausflug erlebt, der sich rundum stimmig anfühlte.

Die entspannte Zugfahrt, der Umstieg in Tczew, die Überquerung der Weichsel und schließlich die Marienburg selbst – alles fügte sich für mich zu einer Reise zusammen, bei der der Weg genauso wichtig war wie das Ziel.

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