Eine große „Acht“ am Samstag: Radtour rund um Gera

29. März 2026
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29. März 2026 markus

Mich hat es also auch erwischt…das Bikefieber.

Zwar nicht erst seit gestern, denn kleine oder größere Touren mit den Rad hatte ich alleine oder mit Begleitung schon oft gemacht, aber spätestens als der Gedanke zur Anschaffung eines Gravelbike kam, hat mich dieser vielbesagte Drang „Rauf auf den Bock und einfach los“ gefesselt. Ich will nicht abstreiten, dass der Hype direkt von Youtube auch auf mich übergesprungen ist.

Schon komisch, dass man erst im beinahe rüstigen Alter 🙂 auf solche Gedanken kommt.

Im Gegensatz zu den normalen Touren bisher, sind meine Ziele anders: längere Touren alleine, auch mal Bikepacking machen- zur Ostsee fahren und dort ein fangfrischen Räucherfisch als „Lohn“ essen- irgendwas in der Richtung.

Natürlich auch fit bleiben/werden, Grenzen ausloten und neue Erfahrungen machen.

Und irgendwann wird der Radius um den Heimatort eben immer größer- so wie an den Samstag, an den ich nochmal 20km auf die letzte Solo-Tour drauflegte und mich auf einer schönen Rundtour rund um Gera aufmachte.

Die Tourbeschreibung

Wie so oft vorher, ging es zu Beginn zügig durch das Erlbach-und Saalbachtal nach Gera. Nach der Überquerung der Weißen Elster, ging es auf dem Radweg bei dem Ufer-Elster-Park weiter, bis ich, nach rund 25km den Beginn des Gessentals erreichte.

Stetig ging es bergauf, aber so, dass es kaum auffiel. Vorbei an Wiesen, Weiden oder auch einen Naturlehrpfad, kam ich nach 20min an der Neuen Landschaft in Ronneburg an.
Früher am Rand eines Bergbaugebietes gelegen, wurde Ende der 90er Jahre begonnen, das Gelände wieder zu renaturieren. Schließlich wurde der große Park 2007 einer der beiden Austragungsorte der Bundesgartenschau.

Immer noch erfreut sich der Park großer Beliebtheit, bietet viel Platz für Sport und andere Freizeitaktivitäten. Das Gessental wird dabei von der Drachenschwanzbrücke, der längten Holzbrücke Europas überspannt, die momentan jedoch gesperrt ist. Die teure Sanierung ist derzeit noch nicht finanziell gesichert.

Kurz noch durch die Bahnbrücke und einen kleinen Weg zum Schloss hoch und unterhalb vorbei und schon erreichte ich den Baderteich, an dem ich mir eine zweite Banane (mittlerweile schon ziemlich zerquetscht) könnte, bevor ich auf der Brunnenstraße den Berg hoch und raus aus der Stadt fuhr.

Hier leitete mich Komoot durch ein kleines Waldstück, dessen Weg jedoch von großen Forstmaschinen zerfahren war. Zum Glück kam ich nach 500m wieder auf eine sandige Straße, auf der das Fahren bedeutend besser von statten ging. Diese endete wiederum auf einer Landstraße, die mich durch die Ortschaft Rußdorf und Pohlen brachte.

Nach ein wenig mehr als 2h seit Start, machte ich an einer überdachten Bank, liebevoll auch öfters Futterraufe genannt, die erste größere Pause. Auch den ersten der neuen Energygels probierte ich mit dem Ergebnis, dass diese absolut zu süss waren. Naja, musste trotzdem rein, denn ich brauchte die Kraft, denn erst die halbe Strecke war geschafft.

Danach ging es richtig rasant nach Wünschendorf bergab, bevor ich durch die Kleinstadt auf den Elsterradweg in Richtung Gera fuhr.
Entlang der Weißen Elster, bei schönsten Sonnenschein und den vielen Fußgängern und Radfahrern ausweichend, kam ich schnell voran.

Der markante Aussichtspunkt auf dem Zoitzberg kam immer näher und somit auch der Geraer Stadtteil Zwötzen. Hier konnte ich leider nicht gleich auf den Radweg weiterfahren, da wegen  Bauarbeiten der Weg gesperrt wurde. Halb so schlimm- so sah ich wenigstens seit langem mal wieder den Stadtteil, in dem ich früher öfters unterwegs war.

An der Zwötzener Brücke angekommen, rollte ich mich erstmal mehr oder weniger geschickt von meinen umfallenden Fahrrad ab, da ich schlicht und einfach zu blöd war, mich aus den Pedalen auszuklicken. Halb so schlimm- war ja erst das zweite Mal heute.

Nun wieder auf dem Elsterradweg unterwegs, erreichte ich auch zügig den Hofwiesenpark, in dem ein Teil des Hofwiesenparklaufes stattfand, in den ich natürlich mitten rein platzte. Das war zum Glück halb so wild, solange man niemanden behindert und keine Geschwindigkeitsrekorde aufstellen wollte.

Nach 3h unterwegs, erreichte ich die Untermhäuser Brücke, ein beliebtes Fotomotiv, und fuhr weiter in Richtung Bad Köstritz.

Bis zu meinen nächsten Halt, das Tiergehege in Bad Köstritz, dauerte es nicht lange. Die Sonne lockte viele raus und entsprechend viel  war auf den beliebten Weg los. Zur Pause war das nächste Energygel fällig, denn ab nun ging es nur noch bergauf.

Vorbei an der Brauerei und dem Freibad verließ ich die Kleinstadt und radelte weiter entlang der Weißen Elster bis zum Beginn der alten Bahntrasse, die nach der Stilllegung Ende der 90er Jahre, in einen Radweg umgewandelt wurde.

Ich merkte da schon deutlich, wie sehr die Kraft mittlerweile nachgelassen hat- da gilt es in Zukunft noch mehr an der Ernährung zu feilen.

Im Mühltal wurde es dann wieder spürbar kühler, aber der stetige Anstieg glich das mehr oder weniger aus.
Kurze Zeit später näherte ich mich auch schon dem Ende dieser Solotour, die zumindest die Messlatte wieder ein wenig höher legte.

Erkenntnisse der Tour

Klickschuhe von Decathlon

Von Anfang an hatte ich Hybridpedale am Fahrrad- eine flache Seite, damit ich mit allen Schuhen fahren kann und eine Seite mit SPD-Kicksystem. Nach ein wenig Trockenübung und 2 nicht geglückten Absteigversuchen, habe ich mich gut daran gewöhnt. Ob diese einen richtigen Mehrwert für mich haben, wie z.B. bei Bergfahrten, wird sich noch zeigen.

Altes Garmin-Gerät als Rad-Navi

Nach der ersten Tour hatte ich gemerkt, dass die Navigation über das Handy nichts ist: Zu schnell ist der Akku runter und Gerät wird zu schnell warm. Also warum nicht das alte Oregon 700 nutzen? Mittels 2 Adaptern findet es nun auf dem SP-Connect-Halter Platz und lieferte gute Ergebnisse. Verbunden mit der Powerbank (untergebracht in der Cyclite-Tasche), funktionierte es immer problemlos. erster Test bestanden.

Energygel von 4endurance

Hallelujah ist das süss. Als zweiten Hersteller probierte ich die Gels von 4 endurance, diesmal mit Erdbeergeschmack. Im Gegensatz zu den ersten Gels sind diese unheimlich süß und haben auch einen leichten unnatürlichen Nachgeschmack. Aber sie erfüllen ihren Zweck- und darauf kommt es ja an.

Cyclite Unterrohrtasche

Ursprünglich wollte ich die Frame Bag XT, also die größere Version, kaufen, aber durch ein Angebot bin ich zur normalen Ausführung gekommen. Ein Glück, denn die größere Tasche hätte in kleinen Rahmen gar nicht gepasst. Die Tasche ist sehr leicht und gut zugänglich, allerdings ist der Reißverschluss ziemlich straff angebracht, so dass ich Probleme hatte, die Kamera mit Ministativ während der fahrt zu verstauen. Aber dafür ist vermutlich die Oberrohtasche besser geeignet.

Auch nicht ganz toll: Die Flaschenhalterungen innerhalb des Rahmens sind so angebracht, dass keine 2 Flaschen Platz finden, da diese an den Flaschenböden zusammenstoßen. Auch behindert die Tasche das Ein-und Ausstecken der Flaschen. Abhilfe sollte aber eine Halterung mit seitlicher Entnahme sein.

Fazit

Eine Tour, die wieder ein wenig länger war als die letzte und ich auch Gelegenheit hatte, neue Ausrüstung zu testen. Trainieren, Testen und Spaß haben- so soll es sein.

Das Wetter war gut, auch wenn am Ende trotzdem die Fussspitzen echt kalt waren. Auch wenn die Tour insgesamt doch einfacher war, als gedacht, muss ich dennoch am Thema Ernährung während einer solchen Tour weiter feilen. So ganz klappt es noch nicht.

An das Rad habe ich mich mittlerweile gut gewöhnt und einige Ideen zum Verbessern gibt es auch schon. Mal sehen, wohin die nächste Reise geht.

Art der Strecke

Überwiegend Asphalt, nur kurze Strecken mit Waldboden

Wegweisung /Ausschilderung

Eine individuelle Strecke- nur das Navi weiß wo lang es geht

Einkehrmöglichkeiten

Entlang gibt es viele Pausenmöglichkeiten und auch Cafes oder Biergärten.

Fotospots

Ronneburg mit der neuen Landschaft und auch Gera bietet allerlei Fotomotive. Aber auch zwischendrin ist es mitunter sehr schön

Anspruch

Die Herausforderung war die Länge der Strecke und der Anstieg zum Schluss. Alles andere ist im Grunde recht einfach.

Parken, Anfahrt

Will man auf der Strecke irgendwo starten, gibts immer und überall genügend Parkplätze

Höhenmeter bis zum Ziel

690m bergauf, 670m bergab

Streckenlänge

85,6km

Dauer

Fahrzeit ohne Pausen: knapp 4h

Die Tour bei Komoot

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