Tag 2 des Wanderwochenendes 2026 in der Sächsischen Schweiz.
Nachdem uns am Vorabend recht schnell die Augen zugefallen sind, startete unser Tag mit einen guten Frühstück.
Sachen packen, ab ins Auto und keine 5min später, waren wir in der Nähe des Ortsausgang von Bad Schandau an unser Startpunkt angekommen.
Praktisch in der Vorsaison: Wir konnten einen der kostenlosen Parkmöglichkeiten am Straßenrand nutzen- ein paar Wochen später würde wohl die Sache anders aussehen.
Rucksack auf den Rücken geschnallt und los ging es wieder.
Die Tourbeschreibung
Unmittelbar am Auto wartete schon eine Treppe auf uns, über die wir zu unseren Einstiegspunkt gelangten, der sich direkt an der Straße in Richtung Ostrau befand.
Damit aber unsere kalten Knochen so richtig gefordert werden, ging es über den Obrigensteig und viele Treppenstufen spontan erstmal auf 350m Länge rund 70m in die Höhe. Danach waren wir auf jeden Fall aufgewärmt.
Im Anschluss an den ersten Aufstieg wurde der Weg wieder flacher und führte durch einen Wald zu den immer näher kommenden Felsen, die in der Entfernung bereits zu sehen waren.
Nach rund einer halben Stunde, erreichten wir den Schrammtorwächter, einen Kletterfelsen, der sich 50m in die Höher erhob.
Über eine Lücke zwischen den Felsen, gelangten wir zur der „Vordere Promenade“, die, wunderschön angelegt, unterhalb der Schrammsteine verlief und die wir bis Einstieg zum Wildschützensteig, der sich bei Kilometer 2,3 befand, folgten.
Der Wildschützensteig ist auf jeden Fall ein Highlight dieser Tour. Gleich zu Beginn, geht es über einen Felsen in die Höhe, gefolgt von etlichen Treppenstufen, Leitern und Aufstiegen. Spektakulär führt dieser Steig zwischen den Felsen nach oben- es macht richtig Spaß diesen bis zur ersten Sitzgelegenheit auf dem Hochplateau zu folgen.
Für uns ging es nun direkt die letzten Stufen und Treppen hoch zu der Schrammstein-Aussicht. Vorbei an ein paar schönen Plätzen, an denen man super eine Rast machen konnte, stiegen wir bis hin zum Geländer und dann weiter bis zum Aussichtspunkt, der sich auf einen kleinen Felsen befand.
Was für ein toller Blick auf die Schrammsteine! Wirklich grandios. Auch ein Glück für uns, dass bis dahin noch nicht viel los war. So hatten wir Zeit, genügend Bilder zu machen und die kleine Sitzbank, ganz in der Nähe, zu nutzen, um eine Pause zu machen.
Wieder abgestiegen, bemerkten wir, dass wir genau die richtige Zeit für den Beginn unserer Wanderung ausgesucht hatten: Mittlerweile kamen und bereits viele Leute, auch mit Kindern, entgegen, die natürlich auch diese tolle Aussicht erleben wollten. Dazu war es noch Sonntag und das Wetter passte.
Wir mussten nicht weit gehen, bevor das nächste Highlight begann: der Schrammsteine-Gratweg begann…
Über steile Treppen, schmale Tritte auf den Felsen oder steinerne Stufen ging es weiter. Stets mit Handläufen oder zumindest Haltegriffen gesichert, war der Abschnitt zwar leicht zu überwinden, aber die Engstellen und die allseits vorhandene Gefahr umzuknicken, machten ein vorausschauendes Gehen unabdingbar. Für Kinder ist dieser Abschnitt eher nur bedingt zu empfehlen, aber vielleicht empfinde ich es auch nur als zu heikel.
Nachdem wir die letzten steilen Abschnitte überwunden hatten, folgte wieder ein bewaldetes Stück, ehe wir nach kurzer Zeit eine Freifläche sahen- das Plateau Breite Kluft lag vor uns.
Das Plateau ist eine große, aus Felsgestein bestehende, Freifläche mit einen tollen Blick über die bewaldete Landschaft bis hin nach Tschechien. Dieser Ort wird von vielen Wanderern als Pausenplatz genutzt und daher ist auf diesen Felsen einiges los.
Kurz darauf ging es für uns bergab: Über vielen Stufen gelangten wir auf den Elbleitenweg, der unterhalb der Felsformationen bis hin zum Schrammtorwächter verläuft.
Wir jedoch liefen in Richtung Schmilka und bewunderten dabei die, für uns, mutigen Kletterer, die man an den verschiedenen Erhebungen sehen konnte.
Nach kurzen Überlegungen, planten wir allerdings unsere Route spontan um und nutzten einen kleinen Abzweig um zur Kleinen Bastei zu gelangen, die uns eine letzte schöne Aussicht über das Elbtal bis nach Bad Schandau bescheren sollte.
Angekommen, hatten wir Glück: Niemand war da und so konnten wir diesen schönen Platz in Ruhe und alleine für eine letzte Pause nutzen.
Über den „Kahntilke“ genannten Abstieg, ging es nun 90m bergab. Der größtenteils über Holztreppen verlaufende Weg, ging nochmal richtig in die Knie, bevor wir den befestigten Holzlagerplatzweg erreichten.
Über diesen gelangten wir schnell zum, am Elbufer befindlichen, Wanderparkplatz und von dort nochmal rund 2,5km weiter über den Wander-und Radweg bis nach Bad Schandau.
An unseren Parkplatz endete schließlich unsere Tour.
Fazit
Diese Tour hatte 5 Highlights: Der Aufstieg zu den Schrammsteinen, die Aussicht sowieso, der Gratweg, das Plateau und die kleine Bastei.
Der Aufstieg war einfach Klasse. Völlig anders als wir es bis dahin erlebt hatten. Die Aussicht zu den Schrammsteinen ist genial angelegt und erfreut sich, wie das Plateau, großer Beliebtheit, weswegen man zeitig starten sollte.
Der Gratweg ist von Beschaffenheit und Art toll- es macht richtig Spaß diesen Weg zu gehen. Allerdings wird es weniger lustig, wenn Wanderer von der anderen Seite entgegenkommen. Und damit muss man in der Saison absolut rechnen.
Die kleine Bastei als Abschluss, bietet noch einmal einen traumhaften Blick über das Tal und mit ein wenig Fantasie kann man sich ausmalen, wie dieses vor dem Sandsteinabbau aussah.
Einzig allein der Rückweg über den Wander-/Radweg entlang der Elbe ist ein wenig öde, aber zumindest kommt man schnell voran.
Diese Tour hat mir übrigens so sehr gefallen, dass ich sie kurze Zeit später noch einmal gelaufen bin- was ja einiges schon aussagt.
Höhenmeter bis zum Ziel
380m bergauf, 400m bergab
Streckenlänge
11km
Dauer
Gehzeit inkl. Pausen: rund 5h














































